Liebe Nürnbergerinnen und Nürnberger,

die Stadtteile Eibach und Maiach liegen mir besonders am Herzen. Hier bin ich zu Hause, hier möchte ich etwas bewegen. Als Vorsitzender des Vorstadtvereins setze ich mich seit über 15 Jahren für die Belange vor Ort ein.

Im Laufe der Zeit wandelt sich sowohl die Aufgabe der  Bürger- und Vorstadtvereine als auch die Bedeutung von Kooperation untereinander. Unser Nachbarstadtteil Röthenbach ist größer und anders strukturiert, aber insbesondere für die ÖPNV-Anbindung von Eibach entscheidend. Verkehrsprobleme oder Parkplatznot enden nicht an den Stadtteilgrenzen und Lösungen nach dem „St. Florians – Prinzip“ schaden mehr als sie nützen.

Ich will eine vernetzte Entwicklung der Stadtteile. Jeder hat seine eigenen, ganz speziellen Themen, Chancen und Herausforderungen. Aber stadtweite Herausforderungen müssen wir stadtteilübergreifend angehen. Dafür setze ich mich ein und werbe bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus den Bürger- und Vorstadtvereinen.

Weniger Bürokratie, dafür mehr Bürgerbeteiligung.

Dort wo es möglich ist, brauchen wir echte Mitsprache für die Bewohner, nicht nur vollendete Tatsachen. Die Bürger als Partner ernst zu nehmen, ist mein Auftrag für Politik und Verwaltung. Workshops und Bürgerversammlungen der Stadtverwaltung erwecken oft die Erwartung, alle dort vorgeschlagenen oder erarbeiteten Ideen werden umgesetzt. Das geschieht aber nur in sehr begrenztem Umfang und viele gute Vorschläge auf dem Papier werden nie oder sehr spät in echten Planungen verwirklicht.

Hier braucht es ein Umdenken der Behörden. Wenn vorher klare Rahmenbedingungen und auch finanzielle Ausstattung festgelegt werden, gibt es vielleicht etwas weniger Freiraum, aber das was entschieden wird, kann dann auch realisiert werden. Das ist meine Vorstellung von echter Bürgerbeteiligung.

Stadtentwicklung mit Augenmaß.

Nürnberg wächst. Aber wir dürfen dafür nicht alle verbliebenen Freiräume opfern. Naturflächen, Wald oder die letzten Grünoasen in den Stadtteilen müssen erhalten bleiben. Bauen ja, aber nicht um jeden Preis. Gerade in den Vororten und Außenbezirken von Nürnberg muss die gewachsene Struktur, unsere Identität vor Ort erhalten bleiben. Dort wo Bebauungspläne seit Jahrzehnten bestehen und Wachstum möglich ist soll die Stadt es umsetzen. Aber dort, wo vorher ein oder zwei Einfamilienhäuser gestanden haben sollen nicht Anlagen mit 20 Wohneinheiten entstehen, die das Quartier grundlegend verändern.

Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Stadteile will ich mich für eine verträgliche, gesunde Entwicklung einsetze und Probleme angehen. Dafür brauche ich Ihre Unterstützung.

Ihr

Michael Kraus
1. Vorsitzender