Bericht von der Bürgerversammlung 2016

Am 14. April fand die Bürgerversammlung für die Stadtteile Gebersdorf, Röthenbach, Eibach und Maiach statt. Die Veranstaltung in der Turnhalle der Helene-von-Forster-Schule in Röthenbach war bis zum letzten Platz mit ca. 500 Bürgerinnen und Bürgern besucht.

Hier sehen sie einen kurzen Überblick über die Themen, die der Vorstadtverein auf die Tagesordnung setzte:

  • Sanierung der Eibacher Hauptstraße
  • Abriss und Neubau der Hafenbrücken
  • Park- und WC-Anlage für LKW im Hafengebiet
  • Aufenthaltsqualität im Ortskern
  • Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen im Stadtteil
  • Neubau zwischen Donauwörther- und Gundelfinger Straße

Bericht von der Bürgerversammlung 2016

Am 14. April fand die Bürgerversammlung für die Stadtteile Gebersdorf, Röthenbach, Eibach und Maiach statt. Die Veranstaltung in der Turnhalle der Helene-von-Forster-Schule in Röthenbach war bis zum letzten Platz mit ca. 500 Bürgerinnen und Bürgern besucht.

Kinderversammlung mit Ideen und Wünschen für die Schulen

Neben einer Multimediapräsentation über die Entwicklung der Stadtteile wurden zu Beginn die Ergebnisse der am Nachmittag stattgefundenen Kinderversammlung vorgestellt. Leider hatten sich die beiden Eibacher Schulen Hopfengarten- und Führreuthweg nicht beteiligt, aber aus Röthenbach sowie dem Schulzentrum Südwest gab es viele Anregungen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler. So z.B. Uhren für jedes Klassenzimmer, einen Trinkwasserbrunnen und einen Schulgarten. Den gab bis vor einigen Jahren bereits, aber die Schüler wünschen sich Unterstützung dabei, das Projekt wieder aufleben zu lassen. Ganz oben auf der Liste der Kinder steht auch der Wunsch nach einer Möglichkeit, die Fahrräder sicher an der Schule unterzustellen.

Sanierung der Eibacher Hauptstraße verzögert sich wahrscheinlich um Jahre

Eine bittere Pille hatte Baureferent Daniel Ulrich für die Eibacher dabei. Seit vielen Jahren setzt sich der Vorstadtverein für eine Sanierung und Neugestaltung von Gehweg, Radweg und Abbiegebeziehungen an der südlichen Hauptstraße auf Höhe der Supermärkte und Discounter ein. Nach wie vor kreuzen auf 300 Metern 10 Ein- und Ausfahrten den Geh- und Radweg – die gefährlichste Stelle in Eibach. Der Gehweg ist an manchen Stellen gerade einmal 50 cm breit und verläuft genau an der Rinne zur Bundesstraße. Zudem sorgen parkende Autos und LKW für Behinderungen und machen die Stelle zu einer „verkehrssicherheitstechnischen Katastrophe“.

Mit einem Raunen im Saal wurde denn auch die schlechte Botschaft aus dem Verkehrsplanungsamt aufgenommen. Auf Grund des Umfangs der Maßnahme und der Tatsache, dass es sich um eine Bundesstraße handelt, bestehe die Regierung von Mittelfranken auf die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens. Eine langwierige Sache, auch wenn es derzeit keine Anzeichen gibt, dass – ähnlich wie bei anderen Straßenbauprojekten – Proteste und Klagen zu erwarten sind.

Noch zur letzten Bürgerversammlung machte Stadtkämmerer Riedel mit „gebremstem Optimismus“ Hoffnung auf einen baldigen Start der Sanierung, auch die Mittel dafür wurden inzwischen in den städtischen Haushalt eingestellt. Durch die Zeitverzögerung eines Planfeststellungsverfahrens würde die Sanierung jedoch in den Zeitplan eines anderen großen Projekts fallen – den Abriss und Neubau der Hafenbrücken. Zwei große Baustellen so nahe beieinander gleichzeitig verkraftet aber das Straßennetz rund um Eibach, Maiach und Hafen nicht.

Vorstadtvereinsvorsitzender Michael Kraus suchte den Kompromiss und bestand auf einer Zwischenlösung, denn bis zum Ende des Baus der Hafenbrücken im Jahr 2023 ist es nicht zumutbar, den gefährlichen Zustand an der Eibacher Hauptstraße zu belassen, wie er ist. Oberbürgermeister und Baureferent sagten zu, gemeinsam mit dem Vorstadtverein eine bauliche Lösung zu finden, die sich schnell umsetzten lässt, Radfahrern und Fußgängern mehr Sicherheit bietet und die Situation bis zum Start der endgültigen Sanierung dann auch erträglich macht. Eine Lösung, die aus mehr als ein paar Pfosten oder Schildern bestehen muss!

Großprojekt Abriss und Neubau der Hafenbrücken

Bereits zur Generalversammlung des Vorstadtvereins am 6. April informierte der technische SÖR-Werkleiter Marco Daume über die Planungen zu dieser Riesenbaustelle. Voraussichtlich von 2019 bis 2023 werden nacheinander Behelfsbrücken errichtet, die alten Bauwerke abgetragen und anschließend neue Brücken über Kanal und Südwesttangente / A73 gebaut.

Die Behelfsbrücken von der Hafenstraße nach Finkenbrunn werden 2 Fahrspuren in jede Richtung bekommen, eine gute Nachricht. Auch Fuß- und Radweg werden über die Hilfsbauwerke weiterbestehen. Jedoch wird es mit den Hilfsbauwerken nicht möglich sein, alle Auf- und Abfahrten aufrecht zu erhalten. So wird es keine Abfahrtsmöglichkeit von Nordwesten kommend auf die Hafenstraße geben. Auch eine Auffahrt in diese Richtung wird nicht möglich sein. In den bisherigen Prognosen bedeutet dies vor allem Belastungen für die Weißenburger Straße und die Hafenstraße. Im Laufe der Planungen werden Anwohner und Bürgerverein noch mit mehreren Gesprächen, Ortsterminen und Workshops eingebunden. Vor allem ist es nötig, so Michael Kraus, eine faire Lösung mit allen umliegenden Stadtteilen zu finden. Wenn einzelne Ortsteile ihre Durchfahrten für LKW sperren, bleibt die Last an den anderen Orten hängen – frei nach St. Florian. Dies muss um jeden Preis verhindert werden. Die Stadtverwaltung sagte auch hier Unterstützung zu.

Parkplätze für LKW im Hafengebiet

Kein neues Thema, schließlich fordern Maiacher Anwohner und Vorstadtverein schon seit Jahren einen Autohof im Hafen. Dass sich dies mangels Investor und knappen Flächen nicht realisieren lässt, wurde schon mehrfach auf Bürgerversammlungen kommuniziert. Der Vorstadtverein nutze jedoch die Gelegenheit, im Zusammenhang mit dem Brückenbauprojekt eine „abgespeckte“ Variante zu fordern. Denn Staus und Umleitungen während der Bauzeit werden für Verzögerungen sorgen, moderne Logistik ist jedoch auf kurze Zeitfenster getaktet. Wenn LKW´s zu spät kommen, müssen sie Teils bis zum nächsten Tag und im schlimmsten Falle übers Wochenende warten. „Ich will nicht, dass die ihre Parkplätze in Maiach oder in Eibach finden“, mahnte Kraus und kündigte an, der Vorstadtverein werde sich nicht von der Forderung nach einer Park- und WC-Anlage für LKW im Hafen verabschieden.

Die Antwort aus der Stadtspitze macht Hoffnung. Denn auch in der Verwaltung sieht man die Probleme, die durch die Brückensanierung noch verschärft werden. Gemeinsam mit Hafenbetreiber und Firmen will man versuchen, zumindest eine vorübergehende Lösung für die Jahre der Baustellen zu entwickeln. Der Vorstadtverein schlug vor, eine nicht belegte Fläche des Hafengebiets für eine solche Park- und WC-Anlage zu befestigen und z.B. mit Containertoiletten auszustatten. Wir hoffen, der Ansatz wird ernsthaft verfolgt und zur Umsetzung gebracht. Das würde insbesondere Maiach entscheidend entlasten.

Neugestaltung und mehr Aufenthaltsqualität am Zeitenwendeplatz?

Immer wieder steht der Wunsch nach einem Platz zum Verweilen mit Grün, Bänken und ein wenig Abstand zur Hautpstraße im Zentrum von Eibach auf der Liste der Bürgeranliegen ganz oben. In den kommenden Jahren ergibt sich dazu am und um den Zeitenwendeplatz vielleicht die Gelegenheit.

Denn Anfang des Jahres wurden im Stadtrat für zahlreiche Freiwillige Feuerwehren in Nürnberg neue Gerätehauser beschlossen, so auch für die Freiwillige Feuerwehr Eibach. Da die Eibacher Kameradinnen und Kameraden aus eigenen Mitteln ein zweites Fahrzeug finanzieren werden, wird der alte Standort zu klein und so wird – voraussichtlich in der Gundelfinger Straße – ein neues und größeres Fahrzeug- und Gerätehaus entstehen. Vorstadtverein und Bürgermeister lobten das herausragende Engagement der „Feuerwehrler“ im Stadtteil.

Ein Umzug der Feuerwehr würde am Zeitenwendeplatz die Möglichkeit zur Neugestaltung schaffen. Denn bisher ist der Platz im Herzen von Eibach hauptsächlich Parkplatz und Zufahrt und hat mit einem „Ortskern“ nicht viel gemein.

Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen im Stadtteil

Eibach und Maiach gehören zu den Stadtteilen mit der längsten Wohndauer in der Stadt und gleichzeitig hohem Altersdurchschnitt. Das heißt, wer in unseren Stadtteilen wohnt, will meist nicht wieder wegziehen und auch im hohen Alter in „seinem Eibach“ leben. Und das muss auch gehen, wenn man nicht mehr alleine zurechtkommt.

Doch die Senioreneinrichtungen im Stadtteil kommen in die Jahre. Mit über 40 und knapp 30 Jahre alten Gebäuden wird es immer schwieriger, die Auflagen zu erfüllen. Vorschriften für Brandschutz und Fluchtwege machen es z. T. schwierig, überhaupt in den bestehenden Gebäuden nachzurüsten.

Der Vorstadtverein fragte nach, welche Planungen es seitens der Stadt gibt, noch vorhandenes Flächenpotential zu mobilisieren, um auch im Bereich des Seniorenwohnens für die kommenden Jahrzehnte ein attraktives Angebot im Stadtteil machen zu können. Oberbürgermeister Maly und Baureferent Ulrich nahmen das Thema mit und versprachen, im Rahmen einer größeren Bestandsaufnahme für die gesamte Stadt auch Eibach in den Fokus zu nehmen.

Neubau zwischen Donauwörther und Gundelfinger Straße

Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen für ein Bauprojekt zwischen Hinterhofstraße und Gewerbegebiet. Auf 7.000 m² sollen 48 Wohneinheiten entstehen. Das Gelände zwischen der Donauwörther Straße und der Ecke Neuburger- / Gundelfingerstraße wird momentan von der Stadt für den Bau vorbereitet. Da die Stadtverwaltung die Nachbarn bisher nicht informierte, erreichten zahlreiche Fragen den Vorstadtverein, der das Thema schließlich kurzfristig auf die Tagesordnung der Bürgerversammlung setzten ließ.

Mit drei Vollgeschossen und Tiefgarage sollen dort mehrere aufgelockert und mit Abstand errichtete Gebäude entstehen. Ein Teil der 48 Wohnungen wird im Rahmen der mittelbaren Belegung im geförderten Wohnbau vermietet.

Seitens der Anwohner und Nachbarn blieben einige Fragen offen, die erst im Laufe der weiteren Planungen beantwortet werden können. So z. B. der Baubeginn, die Abstandsflächen zur bestehenden Bebauung oder die Frage nach Abholzungen. Der Vorstadtverein wird Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten, sobald wir neue Informationen von der Stadt erhalten.