„Fast ein Wunder, dass nicht mehr passiert“

Zur Verkehrssituation in der Eibacher Hauptstraße

Jeder Eibacher ist regelmäßig in der Eibacher Hauptstraße unterwegs. Hier befinden sich fast sämtliche Einzelhändler, Discounter, Supermärkte, aber auch Drogeriemärkte, Tankstelle, Bürogebäude und Arztpraxen. Die Eibacher Hauptstraße ist Teil der Bundesstraße 2 und verbindet die Innenstadtbereiche mit den bevölkerungsreichen südlichen Stadtteilen Reichelsdorf und Mühlhof. Auch viele Pendler aus dem Schwabacher Raum befahren täglich diese Straße. Das Verkehrsaufkommen ist deshalb sehr hoch – gerade während des morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehrs.

Die zweispurige Bundesstraße wird teilweise durch eine Busspur ergänzt. Neben der Fahrspur befindet sich auf beiden Seiten ein Fußweg – auf der stadteinwärts führenden Seite auch ein Radweg und teilweise ein gemeinsamer Fuß- und Radweg der für Radfahrer in beiden Fahrtrichtungen verpflichtend (!) ist. Dieser Zweirichtungsradweg wird allerdings auf einer Strecke von zwei km von ca. 20 Querungen (Ein- und Ausfahrten) unterbrochen. Auf einer Teilstrecke von ca. 30 Metern ist er aufgehoben und stattdessen auf dem Gehweg der Zusatz „Radfahrer frei“ angebracht.

Dass Zweirichtungsradwege innerorts gefährlich sind, ist dem Gesetzgeber bekannt, weshalb diese eigentlich nicht verpflichtend sein dürfen und nur in Ausnahmefällen möglich sind – siehe Verwaltungsvorschrift. Die erforderlichen Bedingungen (wenige Querungen, freie Sicht, ausreichende Breite, keine Unterbrechungen, Abbiegemöglichkeiten) für eine Ausnahme – also die Einrichtung eines Zweirichtungsradweges – sind bei uns nicht gegeben. Konflikte – teilweise mit dem Ergebnis schwer verletzter Radfahrer – sind vorprogrammiert. Fast ein Wunder, dass nicht (noch) mehr passiert.

Doch eine Lösung zu finden, die alle Belange berücksichtigt, ist nicht leicht. Die Stadt Nürnberg bemüht sich nun durch einen Umbau eine Verbesserung der Situation in dem Bereich zwischen Neuburger Straße und Hinterhofstraße zu schaffen.

Als Kenner der Lage dort ist der Vorstadtverein dabei mit im Boot. „An mehreren Ortsterminen konnten wir mit der Verwaltung die Situation ansehen und besprechen. Wir werden die Planungen konstruktiv begleiten und unsere Vorschläge einbringen“, so Vereinsvorsitzender Michael Kraus. Bereits seit Jahren setzt sich der Vorstadtverein für Verbesserungen in der Verkehrssicherheit entlang der Hauptstraße ein.

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