Neuwerksteg bleibt gesperrt

Wasser- und Artenschutz verzögern Sanierung.

Bereits Ende März hätte ein Stütz-Provisorium den Rednitzsteg bei Neuwerk wieder begehbar machen sollen. Auf Nachfrage des Vorstadtvereins teilt die Stadt nun mit, dass man frühestens Ende Mai auf eine Freigabe hoffen kann. „Der Umstand, dass das Bauwerk in einem Naturschutzgebiet mit speziellem Artenschutz liegt und direkt an ein Wasserschutzgebiet angrenzt, machten umfangreiche Klärungen nötig“, begründet SÖR die massive Verzögerung.

Taucher prüften die Situation an den Pfeilern und die statischen Planungen für die verstärkenden Stützen laufen derzeit.

Wir sind über die Begründung der Verzögerung verwundert, denn bei SÖR weiß man sicher erst nicht seit Anfang April, dass der Steg in einem Naturschutzgebiet liegt. Wieder einmal wurden der Öffentlichkeit Termine genannt, die wohl bereits zum Zeitpunkt der Bekanntgabe unrealistisch waren.

Der Neuwerksteg ist eine extrem wichtige Verbindung für die Bürgerinnen und Bürger. Nicht nur die Erreichbarkeit des Naherholungsgebietes Rednitztal ist durch die Sperrung eingeschränkt, auch der Schulweg von Eibach nach Stein und umgekehrt ist für die Kinder deutlich weiter und führt über stark befahrene Straßen. Der Vorstadtverein drängt daher auf eine schnelle Lösung.

Ein Gedanke zu „Neuwerksteg bleibt gesperrt“

  1. Das zeigt mal wieder deutlich, welche Priorität der nichtmotorisierte Individualverkehr in Nürnberg genießt. Man stelle sich nur mal vor, es muss eine Straße für Autos gesperrt werden: Da werden Infobroschüren gedruckt und verteilt, Infotermine für die betroffenen Bürger veranstaltet, Behelfsstrecken ausgeschildert, Totalsperrungen vermieden und die Sperrung auf schnellstem Wege beseitigt.

    Aber ein Weg für Fußgänger und Radfahrer – who cares?

    Ist doch Scheißegal, wenn er in ein paar Wochen nicht wieder eröffnet wird, dann eben in ein paar Monaten. Man wird es schon merken, wenn er mal wieder geöffnet ist. Radfahren macht man ja sowieso nur zum Spaß und nicht, weil man wo hin muss. Wer nutzt schon das Fahrrad als Verkehrsmittel oder läuft zu Fuß an sein Ziel, weil er da hin muss? Für so was hat doch die Autoindustrie Stau- und Stehzeuge gebaut. Sollen die Leute halt mit dem Auto fahren, wenn sie wohin müssen und sich in den täglichen Stau von Stein nach Nürnberg einreihen. Und Eibacher Schulkinder die nach Stein unterwegs sind (oder umgekehrt) – wo gibt es denn so was?

    Ralph Lindner

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